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Fair Trade kommt aus einer Zeit, in der zwischen Kaffeetrinkern in Europa und Kaffeebauern in armen Ländern Welten lagen. Damit die Bauern nicht von skrupellosen Zwischenhändlern ausgebeutet wurden, entwickelten Fair Trade Organisationen und Strukturen, mit denen sich Sozialstandards in fernen Ländern durchsetzen ließen.
Die physische Distanz zwischen uns und den Kaffeefeldern ist auch heute nicht kleiner. Doch heute verfügen auch in armen Ländern immer mehr Menschen Zugang zu Handys, und das Internet hat uns daran gewöhnt, mit einem Klick um die Welt fliegen zu können. Die Transparenz, welche moderne Kommunikationsmittel schaffen können, nutzen die Betreiber von coffeecircle.com, um ihren Kunden zu zeigen, wer, wo und wie vom Kaffee-Kauf profitiert.
Klassische Fair Trade Organisationen funktionieren mit einem großen bürokratischen Überbau. Mit einigem administrativen – und damit auch finanziellem – Aufwand werden Zertifizierungen vergeben. Anstelle dessen setzt coffeecircle.com auf maximale Transparenz: Käufer wissen, dass ein Euro von jedem Kilo Kaffee für gemeinnützige Zwecke vor Ort eingesetzt wird.
Sie dürfen auch aussuchen, welches Projekt mit dem Geld unterstützt werden soll, und nachvollziehen, wie das Projekt im Laufe der Zeit vorankommt. In einem Drop-Down-Menü wählen sie zum Beispiel den Bau einer Schule oder den Kauf von Solarzellen für eine Krankenstation in der Kaffeeanbauregion aus. Darunter sehen sie Bilder aus dem Projekt, und wie viel Geld für die Finanzierung noch fehlt, bis es abgeschlossen werden kann. So ist jeder Kaffee-Kunde selbst ein Fair Trade Zertifizierer.