Preisabfall der Rohstoffe

 

Weniger wert: Gold, Foto: buy silver gold_flickr

Der Preis der Rohstoffe fällt. Gerade bei dem vor kurzem noch als sicherste Wertanlage gehandeltem Gold. So lag der Preis für eine Feinunze Gold (31,1 Gramm) vor drei Wochen noch 1.900 Dollar, am Montag, dem 26.09.2011, erreichte der Goldpreis einen Tiefpunkt. Nur noch 1535 Dollar war die Feinunze an besagtem Datum wert. Einen vergleichbar drastischen Fall des Goldwerts gab es zuletzt im Jahre 1983, dieser stelle selbst den Crash der Aktien der letzten Zeit in den Schatten. Seither erholte sich die Lage ein wenig, aktuellere Preise liegen derzeit jedoch noch nicht vor. Einige Experten befürchten trotzdem, dass die „Goldblase“ platzen könnte.

Da die Gold-Indexfonds derzeit kaum Abflüsse verzeichnen, dürfte der starke Preisrückgang im Wesentlichen auf Gewinnmitnahmen spekulativer Finanzinvestoren zurückzuführen sein“, sagt daher auch Eugen Weinberg, Rohstoff-Experte der Commerzbank. Und nicht nur Gold ist betroffen, noch drastischer traf es das Silber. Vor einigen Monaten wurde Silber von einigen Anlegern noch als Alternative zu Gold gehandelt, doch „jetzt zeigt sich, dass Silber nicht als wertstabile Anlage geeignet ist“, so Weinberg.

Neben dem drastischen und ebenso verwunderlichen Fall des Goldpreises ist noch eine andere Entwicklung zu beobachten, ebenso erstaunlich ist der plötzliche Ansturm von Kunden bei dem Goldhändler pro aurum. Die Orderzahl dieser Tage übersteigt sogar die nach der Pleite der Investmentbank „Lehmann Brothers im Jahre 2008. Um diesem Ansturm entgegenzuwirken wurde nun sogar eine Mindestordergröße von 3.000 Euro festgelegt. Hier geht es aber größtenteils um kleine Anleger, deren Käufe sind nicht entscheidend für den internationalen Goldpreis. Der Goldmarkt wird heute vielmehr von großen Investoren beherrscht, sie handeln mit sogenannten Indexfonds.

Verkaufen diese Großinvestoren auf einen Schlag große Mengen Gold, so fällt der Wert des Goldes insgesamt drastisch, das veranlasst andere Anleger wieder zum Verkauf und so weiter.


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